Schwuchow: »Können ein starkes Team sein« - Wintertreffen der CDU Büren mit Bürgermeisterkandidat und Landes-Generalsekretär
Büren (WV). Für Wolfgang Runge war es am Dienstagabend das letzte, für Burkhard Schwuchow das erste Grußwort beim traditionsreichen Wintertreffen des Bürener CDU-Stadtverbandes: Der eine hört nach 29 Jahren an der Stadt-Spitze als Bürgermeister auf, der andere möchte sein Nachfolger werden. Mit Spannung warteten etwa 140 Parteimitglieder im Burgsaal der Wewelsburg auf die Ansprache ihres Kandidaten.
Wie sich der Wewelsburger wohl »verkaufen« würde bei seinem Heimspiel und gleichzeitig seinem ersten großen öffentlichen Auftritt? Schwuchow, der sich im Oktober gegen fünf Mit-Kandidaten durchgesetzt hatte, präsentierte sich bescheiden - aber entschlossen und kämpferisch. Es sei für ihn sicherlich nicht einfach, der hohen Erwartungshaltung seiner Parteifreunde zu entsprechen, betonte Schwuchow, der bisher Bauamtsleiter in Hövelhof ist. Als relativ unbekannter Kandidat habe er sich nicht allzu große Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Umso überwältigender sei für ihn das Votum bei der Mitgliederabstimmung im Oktober gewesen: Nur 22 Stimmen fehlten Schwuchow, um sich gleich im ersten Wahlgang gegen seine Mitbewerber durchzusetzen. »Noch nie sind sich die CDU und ihr Bürgermeisterkandidat so nahe gewesen«, sieht der Wewelsburger einen wichtigen Aspekt der basisdemokratischen Abstimmung. »Wir können ein starkes Team sein«, machte er den Mitgliedern Mut für den bevorstehenden Wahlkampf und rief in Anlehnung an den neuen US-Präsidenten Barack Obama aus: »Ja,wir schaffen es!«.
Grußworte sprachen auch Landrat Manfred Müller und Kreisvorsitzende Maria Westerhorstmann,bevor schließlichder Gastreferent des Abends ans Mikrophon trat: Hendrik Wüst, Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen.
Auch in der Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen langsam aber sicher in breiten Bevölkerungsschichten zu spüren seien, dürfe der solidarische Sozialstaat elementare Grundregeln der Gerechtigkeit nicht missachten, betonte Wüst. Sonst verlören die Menschen ihr Vertrauen. »Jeder, der für sein Alter privat vorsorgt, muss dafür belohnt und nicht bestraft werden«, nannte Wüst ein Beispiel, auf das die Zuhörer im Saal mit tosendem Beifall reagierten. Im Falle von Arbeitslosigkeit dürften nicht große Teile der privaten Altersvorsorge Angerechnet werden, sonst drohten Abhängigkeit im Alter und Altersarmut. »Wir wollen deshalb ein höheres Schonvermögen.«Ebenso forderte er eine Mindestrente für Geringverdiener und die Verlängerung der Kurzarbeit, um den Unternehmen länger zu ermöglichen, ihre Mitarbeiter zu beschäftigen. Er erinnerte daran, dass der Kreisverband Paderborn am Freitag, 27.März, von der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen werde. Grund für die Auszeichnung: Der Paderborner ist der Kreisverband mit den meisten Mitgliederneuzugängen bundesweit im Jahr 2008. »Die CDU Büren hat dazu als zweitbester Stadtverband einen erheblichen Beitrag geleistet«, lobte Wüst.
Nicht ganz unbeteiligt daran dürfte auch Burkhard Schwuchow gewesen sein: Er stand in seinem Grußwort dazu, im Freundes- und Bekanntenkreis viele Gespräche geführt und etliche »Politikverdrossene« vom Eintritt in die CDU überzeugt zu haben. Auch so habe er sich die Mehrheiten für seinen Sieg in der Kandidatenkür geschaffen.
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