Kaup behält gegen Büker die Nase vorn Sie gehen ins Rennen
Kampfabstimmungen um die Reservelisten-Plätze der Bürener CDU Büren. Auch die CDU als größte Volkspartei im Kreis Paderborn hat es zunehmend schwerer, Kandidaten für die Kommunalwahl zu finden. "Ich habe mich noch mal überreden lassen." Mit dieser Feststellung stand die Brenkener Ortsvorsteherin Jutta Schmidt am Donnerstagabend bei der Aufstellung der Kandidaten nicht allein.
Nichts desto trotz haben die Christdemokraten im Bürener Stadtverband neue junge wie erfahrene Nachwuchskräfte für die politische Arbeit gewonnen. 8 von 19 CDU-Bewerbern treten bei der Kommunalwahl am 7. Juni erstmals als Direktkandidaten in der Kernstadt und den Dörfern an. Neben Schmidt mussten erkennbar auch Fritz Lüke und Dieter Hollenbeck ("weil es in Steinhausen so wenige Leute gibt") zu einer erneuten Kandidatur motiviert werden.
Bei der Stimmabgabe der erst 196, später 201 abstimmungsberechtigen Christdemokraten im Theatersaal der Stadthalle gab es kaum Ausrutscher.
Die Spitzenergebnisse sicherten sich nicht unerwartet die Wewelsburger Kandidaten Eggebrecht und Genee, deren Ortsverband wie bei der Bürgermeister-Kandidaten-Kür stark vertreten war. Die wenigsten Stimmen vereinigten Lüke und Ulrike Kahler auf sich. Zur ersten Kampfabstimmung kam es bei der Kandidatur um das Kreistags-Mandat für die Bürener Kernstadt und Steinhausen. Dr. Eberhard Büker aus Ahden, jüngst bei der Bürgermeister-Kandidatur nicht zum Zuge gekommen, trat gegen Altbürgermeister und Kreistagsmitglied Friedhelm Kaup an.
Der behielt schließlich mit 102:95 Stimmen die Nase knapp vorn. Büker verzichtete anschließend auf eine erneute Kandidatur um das zweite Kreistagsmandat gegen Platzhirsch Friedhelm Hüwel (Wewelsburg, "Ich bin hochmotiviert"), der mit 167 Stimmen gewählt wurde.
Weniger Zustimmung erhielten an diesem Abend nur der nicht anwesende Weiner Unternehmer Norbert Steven (159), der direkt nach den Wahlkreiskandidaten auf Platz 20 der Reserveliste sein Dorf im Stadtrat vertreten soll - und noch mal mit Abstand der Barkhäuser Johannes Wördehoff (132 Ja-Stimmen, 55 Nein, 6 Enthaltungen). Der 61 Jahre alte Lehrer gehört seit 24 Jahren der Stadtvertretung an.Aufgrund ihrer Personalstärke fühlten sich die Wewelsburger CDUler motiviert, bei den weiteren aussichtsreichen Reservelisten-Plätzen - anders als im Stadtverbandsvorstand vorbesprochen - weitere Kandidaten ins Rennen zu schicken. Da wollte dann auch Steinhausen nicht untätig sein. Der Unternehmer Christian Stolp und Simon Münch (Industriemechaniker) unterlagen aber in den Kampfabstimmungen gegen die vornominierten Bewerber.Würde die CDU ein Ergebnis wie im Jahre 2000 erzielen, zögen über die Reserveliste erneut der Rechtsanwalt und Mittelstands-Vorsitzender Jörg Kuschel (Platz 22) und erstmals für die Junge Union Manuel Niederndörfer (Platz 23) in den Stadtrat ein.
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