Bundestagskandidat Linnemann zu Gast beim 4. Politischen Dämmerschoppen der JU
4. Politischer Dämmerschoppen
Bundestagskandidat Linnemann zu Gast
»Wenn wir es schaffen, der sozialen Marktwirtschaft wieder ihre ureigenste Bedeutung zurückzugeben, könnte Deutschland über viele Jahre einen richtigen Wachstumsschub erleben«. Der Paderborner CDU-Bundestagskandidat Dr. Carsten Linnemann sieht in der Finanzmarktkrise eine Chance. Über Deutschland im Jahr 2020 und die Perspektiven für die junge Generation referierte der Finanzexperte bei der Jungen Union in Büren.
»Die Finanzmarktkrise hat einen Vertrauensverlust in die soziale Marktwirtschaft ausgelöst«, sagte Linnemann. Die Politik müsse daher der zunehmenden Unsicherheit vieler Menschen offensiv entgegentreten und ein glaubwürdiges Zukunftsprogramm anbieten. Linnemann: »Worauf es jetzt ankommt, ist in potenziellen Wachstumsbereichen neue Wege zu gehen. Das gilt vor allem für die Bildung und die Gesundheit.«
So würden zehn Prozent aller Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen. Hierbei sei der Staat in der Verantwortung. Linnemann lobte das Engagement vieler Schulen im Kreis Paderborn, die bereits mit kleinen und guten Ideen beachtliche Erfolge erzielen. Ein Vorbild sei beispielsweise das Patensystem am Mauritius-Gymnasium in Büren. Dabei stehen jüngeren Schülern stets ältere Mitschüler aus höheren Klassen als Ansprechpartner bei. »Das ist aktives Lernen«, lobte Linnemann.
Sorgen bereite dem 31-Jährigen der demographische Wandel. Deutschland altere zusammen mit Japan am schnellsten in der Welt. Das werde große Konsequenzen auch auf dem Arbeitsmarkt haben. So würden bis 2040 etwa 20 Prozent aller Unternehmungsgründungen wegfallen. Dies sei gerade für Deutschland, wo die Menschen traditionell mehr Angst vor Unternehmungsgründungen hätten als in anderen Ländern, fatal. Daher riet Linnemann den Jugendlichen, nicht vor einer Unternehmungsgründung zu scheuen.
Allerdings biete der demografische Wandel auch Chancen. So könnte Deutschland von seinem Alter profitieren, indem es sich als Marktführer für Gesundheitsfragen international etabliere.






